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CO²-Ausstoß und der Klimawandel

29.05.2007

Die Energieeffizienz in Gebäuden und der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien wird immer wichtiger.

Dies bestätigt jetzt wieder einmal ein Bericht der IG-Passivhaus Österreich den wir Ihnen, als unterstützendes Vorstandsmitglied,  nicht vorenthalten möchten.

Wie der IPCC Bericht bereits 2001 klar gemäß nachstehender Diagramme aufgezeigt hat, entwickeln sich alle Szenarien durch die weiter steigenden CO2-Emissionen auf eine dramatische Klimaveränderung hin. Der Hurrikan "Katrina", der in bisher noch nie da gewesenem Ausmaß und binnen weniger Stunden die Zerstörung der Millionenmetropole New Orleans und rund einem Viertel aller amerikanischen Ölförderplattformen verursacht hat (Schaden rund 100 Milliarden Dollar), ist nur ein kleiner Vorgeschmack der künftigen Klimaänderung.

Enge Kopplung zwischen Klima und Treibhausgasen in der Vergangenheit

 

In den letzten 55 Jahren sind die CO2 Konzentrationen in der Atmosphäre von 280 auf 380 ppm in die Höhe geschnellt, und haben damit die bisherige maximale Schwankungsbreite der CO2 Konzentrationen der letzten 400.000 bzw. mittlerweile ausgewerteten 650.000 Jahre um 100 ppm überschritten. Der Temperaturverlauf korrelierte mit einer kleinen Zeitverschiebung immer mit den CO2 Konzentrationen. Obwohl wir uns jetzt gerade am Weg in eine kleine Zwischeneiszeit befinden müssten, kommt es durch die zusätzliche massive Einbringung der anthropogenen CO2 Konzentration auch zu einer „außerplanmäßigen“ Klimaerwärmung, welche zeitverzögert erst begonnen hat!

Noch nie in den letzten 650.000 Jahren waren die Treibhausgas Konzentrationen so hoch wie heute. Die warmen Klimaperioden im Zeitraum vor 650.000-420.000 Jahren wiesen sogar geringere Kohlendioxid und Methan Konzentrationen auf als in den darauf folgenden Warmzeiten. Zu dieser Aussage kommt ein europäisches Forscherteam unter Mitarbeit von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung nach der Auswertung des längsten antarktischen Eiskerns.

„Die Kopplung zwischen Temperatur und Kohlendioxid beziehungsweise Methan Konzentrationen in der Vergangenheit ist zeitlich erstaunlich konstant. Erst durch den Einfluss des Menschen in den letzten Jahrhunderten wurden atmosphärische Treibhausgase über ihre natürlichen Grenzen hinaus erhöht“, erläutert Dr. Hubertus Fischer vom Alfred-Wegener-Institut. Prof. Dr. Thomas Stocker vom Physikalischen Institut der Universität Bern in der Schweiz fügt hinzu: „Die Analyse streicht die Tatsache heraus, dass die heutige Konzentration von atmosphärischem Kohlendioxid mit 380ppm bereits 27 Prozent höher liegt als der höchste aufgezeichnete Stand während der letzten 650.000 Jahre.“


Enormer Handlungsbedarf

(Quelle: PK „Null-Emission im Gebäudesektor ist machbar“ 9.5.07, Wien,IIBW, WKO Immobilien- u. Vermögenstreuhänder, WKO Fachverband Steine-Keramik)

Viele Gründe sprechen dafür, den Energiebedarf im Gebäudesektor drastisch einzuschränken:

  • Die Klimaziele der EU mit kurzfristig -8% (2012, Österreich: -13%), mittelfristig -20-30% (2020) und langfristig -60-80% (2050) sind ernst zu nehmen. Der globale Klimawandel ist nur zu bekämpfen, wenn die Industriestaaten mit entschlossenem Handeln voran gehen. Die EU bekennt sich dazu, international Federführerschaft zu übernehmen.
  • Die Abhängigkeit von Energieimporten ist sicherheitspolitisch zunehmend brisant.
  • Im Sektor Raumwärme sind Einsparungen leichter als in anderen Sektoren realisierbar.
  • Die Klimastrategie 2007 gibt ambitionierte Ziele vor. Die Emissionen im Sektor Raumwärme sollen bis 2010 um 20% unter das Niveau von 1990 gebracht werden. Das bedeutet gegenüber dem heutigen Stand eine Reduktion um ein volles Viertel - innerhalb von drei Jahren!

Entwicklung der Emissionen und Zielpfad gemäß Klimastrategie 2007

Die Energieverbräuche und CO2 Emissionen im Raumwärmebereich sind in Summe nicht gesunken, sondern seit 1990 um 5,5% weiter gestiegen (bezogen auf Österreich).

Die steigenden CO2-Emissionen im Gebäudesektor sind u.a. darauf zurück zuführen, dass einerseits permanent die Pro Kopf-Wohnfläche und die Gesamtwohneinheiten, und andererseits das durchschnittliche Temperaturniveau in Wohnungen steigt.


UN-Sicherheitsrat diskutiert erstmals Klimawandel, New York, 17.04.07

Der Klimawandel sei nicht nur ein globales Umwelt-, sondern auch ein globales Sicherheitsproblem, mit enormen Folgen, die jene des 2. Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise bei weitem übersteigen würde.


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